Noch ein Zug gestrichen

VP-Gerstl: Verschlechterungen im Nahverkehr in Penzing – Aufschrei der Bürgerinnen und BürgerÖVP Penzing hat Unterschriftenaktion gegen S-Bahn Ausdünnung gestartet

Wien (OTS) – “Bei unseren Aktionen auf den Bahnhöfen, in unzähligen Mails und Anrufen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, zeigt sich, dass der Nahverkehr in Penzing im Zuge der Fahrplanänderung zum 9.12. massiv verschlechtert wurde. Die ÖVP Penzing hat daher eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen: Wir fordern, dass die S-Bahn von Weidlingau, Hadersdorf und Wolf in der Au im 15-Minuten-Takt fährt”, so der Bezirksparteiobmann der ÖVP Penzing, Abg.z.NRWolfgang Gerstl. Die Liste kann unterwww.wolfgang-gerstl.at gezeichnet werden.

“Es ist vollkommen unverständlich, warum die rot-grüne Stadtregierung nicht nur ihr Versprechen bricht, wonach bei den S-Bahnen in den Westen Wiens ein 15 Minuten-Takt eingeführt werden sollte, sondern noch dazu das bestehende Angebot reduziert und ausdünnt. Stets wurde vor allem von den Grünen eine Verlängerung der U4 nach Auhof mit dem Argument weggewischt, dass die Intervalle der S-Bahnen ohnehin einer Verdichtung unterzogen werden. Ganz im Gegenteil – kaum zu glauben, aber wahr: Es sind ganze Garnituren gestrichen worden! Zwischen 7 Uhr und 9 Uhr fahren nur mehr zwei S60 Züge (früher drei S2) und der Regionalzug, der früher um 07:54 in Weidlingau hielt, fährt nun an den Haltestellen Wolf in der Au und Weidlingau einfach durch.

Hinzu kommt, dass der Austausch der S2 mit der neuerdings  verlängerten S60 rein kosmetischer Natur ist. Mit dem neuen Fahrplan benötigt man vom Westen Wiens teilweise länger zum neuen Hauptbahnhof als von St.Pölten aus. Grund ist, dass seitens der rot-grünen Stadtregierung – im Gegensatz zu Niederösterreich – keine Sekunde lang mit den Österreichischen Bundesbahnen verhandelt wurde. Der jetzige Fahrplan ist zudem auch eindeutig familienfeindlich. Eltern und Schüler sind verzweifelt, da die Fahrpläne nicht mehr mit den Öffnungszeiten der Schulen akkordiert sind”, so Gerstl weiter.

“Auf eine besondere Chuzpe wurden wir durch eine besorgte Bürgerin aufmerksam. Auf den neuen Fahrplänen (sic!) ist ein Zug mit Abfahrt um 07:39 in Weidlingau eingezeichnet (Zielbahnhof Hütteldorf). Doch nun wurde plötzlich bekannt, dass dieser ersatzlos gestrichen wurde.

Dies bedeutet, dass die betroffenen Personen entweder den Zug um  07:28 oder den um 08:20 nehmen müssen, um zum Westbahnhof zu  gelangen. Der Bus ist keine Alternative, da dieser in der  Hauptverkehrszeit ca. 25 Minuten und mehr nach Hütteldorf benötigt  und stets überfüllt ist. Diese Vorgangsweise ist schlichtweg  unfassbar”, so Gerstl, “sie zeugt von einem beispiellosen Chaos bei  den ÖBB. An den Bahnhöfen hängen offensichtlich falsche Fahrpläne,  die verteilten Fahrplanhefte stimmen nicht (der Zug um 07:53 von  Weidlingau ist darin gar nicht eingezeichnet!) und die Onlineabfrage  ergibt wieder andere Abfahrtszeiten. So kann man die Menschen, die  auf eine Möglichkeit zur Arbeit zu kommen angewiesen sind, nicht behandeln!”

“Besonders fassungslos macht es mich, wenn Stadträtin Brauner und  Wiener Linien Boss Steinbauer sich gleichzeitig am Westbahnhof für  die schnelleren Verbindungen nach Niederösterreich feiern lassen,  während sie die Wiener Pendler ganz einfach im Stich lassen. Es  müssen nun schleunigst ernsthafte Verhandlungen mit den  Österreichischen Bundesbahnen aufgenommen werden. Trotz der  Ankündigung von Rot-Grün den Nahverkehr zu verdichten, ist eine  Verschlechterung eingetreten. Die Mobilität der Wienerinnen und  Wiener wird somit massiv eingeschränkt”, so Gerstl abschließend.

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