Schluss mit dem Drüberfahren über die Steinhofgründe

Steinhofeinladung-vorneBereits im Jahr 2006 rief ich dazu auf, die Steinhofgründe als einzigartiges Jugendstilareal als Weltkulturerbe vorzuschlagen, um ihrer geplanten Zerstörung seitens der Wiener Stadtregierung Einhalt zu gebieten.

Seither habe ich durch mehrere parlamentarische Anfragen, durch Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen und intensive Medienarbeit versucht, dieses Thema nicht von der Tagesordnung verschwinden zu lassen. Mittlerweile sind sich alle einig, sowohl Bürger und Experten, als auch große Teile der Politik (sogar die Grünen waren vor ihrer Regierungsbeteiligung in Wien explizit dafür), wie schützenswert die Steinhofgründe sind. Nur die SPÖ mit Bgm. Michael Häupl schaltet immer noch auf stur und bleibt dagegen.

Das ist genau die Art von “Drüberfahr”-Politik, die ich nicht haben will. Es kann nicht sein, dass der Wille von mehreren Bürgerinitiativen, von Anrainern und sogar von ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet einfach und manchmal nicht einmal ignoriert wird. Das Verhalten der rot-grünen Stadtregierung in dieser Causa zeigt wie autoritär Machthabende diese Stadt regieren können. Die Parkpickerl Frage, die Befragung zu den Mieten in dieser Stadt, diese Beispiele zeigen das wahre Gesicht von Rot-Grün. Ihnen sind die Bürgerinteressen schlicht und ergreifend egal, vor allem von den Grünen hätte ich mir nie erwartet, dass ihnen, seit dem sie an der Macht sind, Bürgerinteressen offensichtlich vollkommen gleichgültig sind. In der Politik gehört nicht nur dazu, nach seinen Wertevorstellungen zu handeln, sondern vor allem auch empathisch auf alle Menschen zuzugehen. Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber Andersdenkenden scheint bei Rot-Grün nur ein Teil ihres Programmes zu sein, nicht aber ihres Handelns.

Mein Ansatz ist ein anderer: Ich will dazu beitragen, dass das Vertrauen zwischen dem Volk und seinen Vertretern wieder wächst! Deshalb mein Eintreten für das Demokratiepaket, für ein persönlicheres Wahlrecht, deshalb auch meine Hausbesuchstour. Vor allem im direkten Gespräch kann Vertrauen wachsen.

Das Ziel sollte sein, bei Projekten wie Steinhof, die so viele Menschen betreffen, sich mit diesen an einen Tisch zu setzen und gemeinsam zu versuchen, Lösungen zu erarbeiten. Meine Vorstellung einer modernen Demokratie und Politik ist, dass wir wegkommen vom Image der abgehobenen Elite-Politiker hin zu einem echten Dialog zwischen Volksvertreter und Volk!
P.S.: Wer von der Schutzwürdigkeit des Steinhofareals noch nicht überzeugt ist, sollte sich hier meinen Brief an Prof. Lipp von ICOMOS (der Agentur der UNESCO) durchlesen.

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